Die richtige Gehtechnik beim Wandern

Welche Gehtechniken gibt es?

Grundsätzlich kann man sagen, dass jeder, der in der Lage ist ohne Schneeschuhe zu laufen, dies auch problemlos mit Schneeschuhen an den Füßen tun kann. Doch wie im Alltag gibt es auch hier einige Ausnahmen. So ist es z.B. deutlich schwerer steile Hänge zu erklimmen oder stark abschüssige Passagen zu laufen.

Nachfolgend stellen wir verschiedene Techniken vor, um sich im Schnee so effizient und kraftsparend wie möglich fortzubewegen und für jedes Einsatzgebiet bestens gerüstet zu sein.

Diagonal-/ Kreuzschritt

Der Diagonal- oder auch Kreuzschritt wird grundsätzlich für Wanderungen in ebenen Gebieten benutzt, in denen es keine nennenswerten Steigungen gibt. Hierbei gehen gleichmäßig immer der linke Arm und das rechte Bein, sowie der rechte Arm und das linke Bein parallel nach vorn. Mit dem zusätzlichen Einsatz von Stöcken (bestenfalls Teleskopstöcke, deren Länge an die Schneeverhältnisse angepasst werden kann) kommt man recht schnell in einen Rhythmus, der Kraft spart und für eine bessere Balance sorgt.

Zusatztipp: Um bei weichem / tiefen Schnee nicht zu stark einzusinken, macht es Sinn nicht komplett flach aufzutreten, sondern leicht mit der Ferse zu fußen.

Treppenschritt

Beim bergauf gehen kommt der Treppenschritt zum Einsatz. Hierbei werden die Ballen vorne in den Schnee gedrückt und die Fersen sind angewinkelt. Schneeschuhe mit Steighilfe unterstützen am Hang ungemein und entlasten die Wadenmuskulatur, vor allem auf längeren Wanderungen mit vielen Bergauf-Passagen.

Gräten-/Entenschritt

Diese Technik eignet sich ebenfalls für Steigungen, jedoch vorwiegend für stark verschneite Hänge. Dabei zeigen die Spitzen beim Gehen nach recht und links. Man bildet somit quasi ein V beim Gehen um sicher voranzukommen und ein Abrutschen zu vermeiden.

Staffelschritt

Der Staffelschritt kommt in der Regel eher selten zum Einsatz. Dieser wird beispielsweise bei steileren Böschungen mit tiefen Schneeverwehungen angewandt, um sich bergauf zu bewegen. Dazu stellt man sich nicht frontal, sondern quer zum Hang und geht dann langsam seitlich hinauf. Das kann man sich ungefähr so vorstellen, als ginge man eine Treppe seitlich hoch, wobei stets ein Fuß höher gestellt ist als der andere.

Linienschritt

Der Linienschritt wird beim Queren eingesetzt. Hierbei unterscheidet man zwischen einspuriger und zweispuriger Querung. Ist der Hang nicht zu steil (max. bis 25 Grad) und der Schnee nicht zu tief (ca. 40 cm), lässt es sich am besten zweispurig queren. Dabei sollte die bergseitige Kante etwas fester in den Schnee gedrückt werden.

Bei Steigungen als mehr als 30 Grad oder sehr tiefen Schnee ist das einspurige Queren auch zu empfehlen. Hierbei wird, wie auf einer Linie, ein Fuß vor den anderen gesetzt.

Gleitschritt

Der Gleitschritt kommt beim Bergab gehen zum Einsatz und ermöglicht es, uns schnell fortzubewegen und in kurzer Zeit einige Höhenmeter zurückzulegen. Um den Hang herunter zu „gleiten“, lehnt man sich etwas nach hinten und rutscht somit leicht den Berg hinunter. Dies erfordert etwas Übung und funktioniert vielleicht nicht direkt beim ersten Versuch. Auch hier unterstützen wieder die mitgeführten Stöcke und verbessern das Gleichgewicht beim Rutschen.

Übersicht Gehtechnik

Nachfolgend aufgelistet finden Sie nochmals alle oben beschriebenen Techniken in der Übersicht.

  • Ebene Gelände- und Schneeverhältnisse → Diagonal-/ Kreuzschritt
  • Bergauf → Treppenschritt
  • Bergauf bei tiefem Schnee → Gräten-/ Entenschritt
  • Steile Böschungen mit tiefen Schneeverwehungen → Staffelschritt
  • Traversen / Querungen → Linienschritt
  • Bergab → Gleitschritt

Doch wir alle wissen: Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Wenn Sie sich die oben vorgestellten Techniken nochmals in Ruhe anschauen wollen, gelangen Sie hier zum Gehtechnik Video.

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